Deutsch-japanisches Symposium „Begegnungen gestalten Zukunft“ in Arnsberg

Am 25. September 2014 fand in Arnsberg ein deutsch-japanisches Symposium zum Thema „Begegnungen gestalten Zukunft“ statt.

Schon seit Jahren arbeitet die Ruth-Cohn-Schule mit der Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg zusammen. Durch diesen Kontakt kam die Anfrage, ob Schüler der Ruth-Cohn-Schule bei dieser Veranstaltung im Rahmen Gästebetreuung und Catering tätig werden könnte. Begleitet durch die Sonderpädagogen Julia Brauckmann und Tobias Meisel übernahmen einige Schülerinnen und Schüler diese Aufgabe. Sich in solchen neuen Aufgabenfeldern zu bewähren stellt ein wichtiges Erfahrungsfeld auch für eine mögliche Berufsorientierung dar.

 

 

 

   

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

Zuletzt bearbeitet am 08.11.2014


Com-Scouts der Ruth-Cohn-Schule beim Förderprogramm Demokratisch Handeln

 

Schüler, die sich besonders für die Kommunikation in der Schule engagieren, können an der Ruth-Cohn-Schule Com-Scouts werden. Mit diesem Status übernehmen sie besondere Verantwortung. Sie achten darauf, dass Werte der Schule eingehalten werden, dass Schüler, die die eigenen Interessen noch nicht so vertreten können, durch sie eine Unterstützung bekommen. Sie unterstützen Lehrer im Stuhlkreis bei den Gesprächen in ihren Klassen und engagieren sich im Schülerparlament.

Com-Scouts stehen als Ansprechpartner für Eltern zur Verfügung, wenn sich diese über die Arbeit an der Schule informieren möchten. In diesen Gesprächen können die Eltern sich ein Bild davon machen, welche Entwicklungen im sozialen und emotionalen Bereich Schüler durchlaufen können, wenn ihnen Möglichkeiten zur engagierten Teilnahme gegeben werden.


Mit diesen Arbeitsfeldern und den Aufgaben, die sie in der Schule übernehmen, haben sich die Com-Scouts beim Förderprogramm Demokratisch Handeln beworben. Träger des Förderprogramms ist die Theodor-Heuss-Stiftung.

Die Com-Scouts wurden jetzt bereits für die „Regionale Lernstatt Demokratie“ in Bonn im März nächsten Jahres eingeladen.


Für interessierte Eltern, die mehr über die Arbeit an der Ruth-Cohn-Schule erfahren möchten, werden individuelle Gesprächstermine angeboten, die unter der unten angegebenen Adresse vereinbart werden können. Auf Wunsch können dann auch Gespräche mit Com-Scouts geführt werden, die aus eigener Sicht über das Schulleben und die Möglichkeiten, die sie an der Schule erleben, berichten können. 

COM-Scouts der Ruth-Cohn-Schule ausgezeichnet

 

Kommunikativ besonders befähigte Schülerinnen und Schüler der Ruth-Cohn-Schule, Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung Sek.I des Hochsauerlandkreises in Arnsberg, setzen sich als Com-Scouts für eine bessere Verständigung untereinander ein.

Mit ihrem Arbeitskonzept haben sie sich beim Wettbewerb „Gesagt. Getan.“ des Förderprogramms Demokratisch Handeln beteiligt. Bei einer Lernstatt in Düsseldorf haben sie ihre Arbeit bereits der NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann vorstellen können. Für ihr beispielhaftes Engagement wird die Projektgruppe nun als eine von 50 Delegationen aus ganz Deutschland zur 24. Lernstatt Demokratie – einer Schüler-Lehrer-Tagung – vom 24. Bis 27. Juni nach Jena eingeladen und dort eine Auszeichnung erhalten.

Die Einladung erfolgte durch Vertreter der beiden Trägerorganisationen Dr. Dr. h.c. Hildegard Hamm-Brücher für die Theodor-Heuss-Stiftung und Prof. Dr. Peter Fauser als Vorstandsvorsitzender der Akademie für Bildungsreform.

In Jena werden die COM-Scouts ihre Arbeit als ausgezeichnetes Beispiel für demokratisches Handeln in Schulen u.a. der Ministerpräsidentin von Thüringen Christine Lieberknecht vorstellen können. Die Schüler werden zum Abschluss als Gäste der Stadt durch den Bürgermeister empfangen.

Die Schulgemeinde der Ruth-Cohn-Schule freut sich darüber, dass mit dieser Auszeichnung auf nationaler Ebene die pädagogische Arbeit und das Engagement ausgezeichnet worden sind. Mit dieser Ehrung wird deutlich, dass die Schüler sich in außergewöhnlicher Art und Weise in die Schule einbringen, Unterstützung für andere leisten. Im Klappentext der Veröffentlichung des Wettbewerbs heißt es treffend: „Diese Ergebnisse illustrieren einen bemerkenswerten Bereich der Schulentwicklung: Engagierte Schülerinnen und Schüler zeigen mit ihren Lehrkräften, welche Möglichkeiten für demokratisches Handeln bestehen und wie Partizipation nicht nur als Verfahrensfrage, sondern durch die Beteiligung an Auswahl und Gestaltung von Lerninhalten ermöglicht wird. Sie belegen zugleich, dass die Schule ein Lernort ist für Wissen, Haltung und Handeln in einer lebendigen Demokratie, die sich der aktiven Bürgergesellschaft verpflichtet weiß.“ (ISBN 978-3-942459-06-8)

 

Zuletzt bearbeitet am 27.04.2014


Weihnachtliche Aktion von Schülern und Paten

 

Wieder einmal haben Schüler der Ruth-Cohn-Schule (Förderschule des HSK) eine gelungene Aktion zusammen mit Senioren der Patenschaft von Mensch zu Mensch umgesetzt. Unter Anleitung der erfahrenen Dozentin Frau Becker wurden unterschiedliche Techniken des Filzens ausprobiert und Dekorationen für den Weihnachtsbaum gestaltet.

Die gemeinsame Arbeit wurde von allen als fröhlich und entspannt erlebt. Alle freuten sich über die schönen Produkte. Vor allen Dingen leuchtend bunte Kugeln für den Weihnachtsbaum waren der Renner.

 

Die Paten sind schon seit vielen Jahren verlässliche Partner für die Schule. Durch immer neue gemeinsame Projekte im Kunstbereich, in der Küche oder bei der Unterstützung von Kindern in Bolivien hat sich ein vertrautes Verhältnis entwickelt. Die Paten der Patenschaft von Mensch zu Mensch sind wichtige Lobbyisten für die Schüler der Ruth-Cohn-Schule. Auch im kommenden Jahr wird es wieder gemeinsame Aktionen geben.

 

 

   
   

 

   

 

  

Zuletzt aktualisiert am 27.04.2014


Märchen mal ganz anders

Zusammen mit der Praktikantin Elisa Bach und der Klassenlehrerin Sarah Engel haben Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 kreative Beispiele für die Gestaltung von modernen Märchen entwickelt.

Mit großer Begeisterung haben alle gemeinsam Texte erstellt, als Audiodateien eingespielt und mit Soundeffekten unterlegt. Es wurden „Märchen im Schuhkarton“ gestaltet und Szenen aus Märchen nachgestellt. Anschließend waren andere Klassen wie auch Eltern und Großeltern eingeladen, sich die Ergebnisse anzusehen und anzuhören.

Die Soundeffekte wurden mit freundlicher Genehmigung von Oliver Geister www.maerchenpaedagogik.de und mit Hilfe von http://www.soundjay.com/tos.html erstellt.

 

Zuletzt aktualisiert am 27.04.2014


Briefe an die Mächtigen der Welt

Einige Schüler der Klasse 9 haben gegen Ende des Jahres 2009 Briefe verfasst, die an berühmte und einflussreiche Persönlichkeiten in aller Welt adressiert worden sind.
Hier der Wortlaut der Briefe:


Jedes Jahr beschäftigen sich am Ende des Jahres alle Schüler, Lehrer und Senioren-Paten der Ruth-Cohn-Schule mit einem gemeinsamen Projekt.
In diesem Jahr befasst sich eine Arbeitsgruppe mit dem Auftrag „Briefe an die Mächtigen der Welt“ zu schreiben.

Kriterien für die Auswahl der Personen an die wir schreiben waren folgende Überlegungen: Ist die Person bekannt und ist ihr Wirken nachhaltig?

Wir Schüler bemühen uns täglich um die Übernahme von Verantwortung für unsere eigene Entwicklung. Das fällt uns besonders schwer, weil wir alle wegen Problemen im emotionalen und sozialen Bereich nicht auf Regelschulen gehen können. An der Ruth-Cohn-Schule bekommen wir die Unterstützung, die wir brauchen, um einen möglichst guten Schulabschluss erreichen zu können und in unserem alltäglichen Leben klar zu kommen.

Nach unserem Verständnis gehören Sie zu den Mächtigen der Welt. Mächtig zu sein heißt auch Verantwortung zu tragen. Wir möchten gerne wissen:

Wie sehen Sie Ihre Verantwortung für die Jugend und nachfolgende Generationen?

Wir wären sehr stolz und froh, von Ihnen eine Antwort zu bekommen.

Mit freundlichem Gruß

Briefe sind gegangen an:
Prof. Stephen Hawking
President Obama
Ministerpräsident Wladimir Putin
Bill Gates
Seine Heiligkeit der Dalai Lama
Steve Jobs
Christiano Ronaldo
Linus Torvalds
Ban Ki-moon
Jimmy Wales
Her Majesty Elisabeth II
Seine Heiligkeit Papst Benedikt
Berthold Albrecht
Herta Müller
Green Day
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Peter Maffay

Kriterien für die Auswahl waren:
Politische Entscheidungsträger, religiöse Führer, Talent und Begabung, technische und wirtschaftliche Innovation, Fähigkeiten und Professionalität

Zuletzt aktualisiert am 17.01.2010

 


Erste Antworten auf die Briefe an die Mächtigen der Welt!

Die ersten Antworten auf die Briefe an die Mächtigen der Welt (s.u.) sind eingetroffen - und es werden immer mehr! Wir fühlen uns sehr geehrt Reaktionen von Prof.Stephen Hawking (Professor für Astrophysik und Mathematik in Cambridge), Jimmy Wales (Gründer von Wikipedia), Bill and Melinda Gates Foundation und von Dr. Angela Merkel erhalten zu haben! Zusätzloch konnten wir uns über Antworten der Vereinigten Nationen und von der englischen Queen Elisabeth II freuen.

Hier die Briefe bzw. Mails im pdf-Format:

Hawking

Wales

Gates

Merkel

UN

Queen Elisabeth II

Papst Benedikt XVI

Zuletzt aktualisiert am 24.05.2011

 


Ein Flüchtling zu Weihnachten

 

Passend zur Adventszeit 2009 ein modernes Weihnachtsmärchen, geschrieben von unseren Schülern der Klasse 9.

Ein Flüchtling zu Weihnachten

Da tuckert ein Boot über die stürmische See. Das Wasser leckt ständig über die Bordwand. Hohe, graue Wellen schlagen über den Bug. Das Boot, eine hölzerne Nussschale, keine 5 Meter lang kann der wütenden Macht des Meeres kaum trotzen.
Die Planken starren vor Schmutz. 30 Menschen drängen sich auf engstem Raum. Nur noch 30. Sie haben mit 42 Flüchtlingen die Küste Afrikas verlassen. Nun sind sie seit sechs Tagen auf hoher See.
In einer Ecke liegt schreiend Maria. Die Umsitzenden rücken noch enger zusammen, um Platz für die Geburt des Kindes zu schaffen. Zehn Stunden dauern die Wehen schon an. Sie haben versucht für Maria einen trockenen Platz zu finden. Sie haben Müll und Unrat von diesem Platz entfernt. Einer hat ihr eine Decke untergelegt. Sie wechseln sich ab, ihr Trost und beistand zu spenden.
Plötzlich entsteht Unruhe, weil Land in Sicht es. Es keimt neue Hoffnung auf. Da ertönt ein winselndes Schreien.
Die Dünung lässt nach. Am Horizont erscheint ein Fischerboot und hält auf sie zu. Die Menschen schreien und winken.
Ein Tau fliegt schwirrend durch die Luft und klatscht neben dem Boot ins Wasser. Die Menschen stürzen zu einer Bordseite und greifen hektisch nach dieser Hoffnung auf Leben.
Im Hafen wartet der Zollbeamte. Sie haben ihn von der weihnachtlichen Festtafel geholt.
Die Ärztin steht mit ihrem Koffer bereit. Es ist das siebte Boot seit dem Sommer. Sie weiß, dass jetzt wieder die endlosen Diskussionen um Bleiberecht ihren Lauf nehmen werden. Die Menschen auf dem Boot sind zu Tode erschöpft, dehydriert, traumatisiert. Der Blick der Frau schweift über das Boot und bleibt bei der jungen Frau mit dem Neugeborenen hängen. Das Kind ist nackt, noch mit Blut beschmiert. Die Augen der Frau sind ängstlich, weit aufgerissen. Sie schreien nach Hilfe für ihren Sohn. In ihrem Gesicht spiegelt sich der Schmerz der letzten Tage wider.
„Als erstes holt die Frau und das Kind! Jetzt! Es ist Zeit, höchste Zeit!“ Niemand reagiert. Die Ärztin greift nach den nächsten beiden Arbeitern und brüllt sie an: „Holt verdammt noch mal die beiden vom Boot!“
„So einfach geht das nicht“, so der Zollbeamte. „Sie haben keine Papiere und ich habe meine Vorschriften.“
„Sie verdammter Mistkerl. Die Frau und das Kind brauchen Hilfe.“
Von der Seite tönt es leise vom Fischer: „…und außerdem ist Weihnachten.“
„Ist ja schon gut. Holt alle an Land! Ich kann aber nicht alleine für sie sorgen. Meine ganze Mannschaft ist im Weihnachtsurlaub… Ich muss jetzt aber Meldung machen.“
Der Fischer grummelt: „Die Meldung kann auch noch bis nach Weihnachten warten. Die Frau und das Kind nehme ich erst mal mit nach Hause. Meine Frau wird sicher nichts dagegen haben.“
Maria und das Kind liegen schlafend auf dem Sofa im Wohnzimmer. Ärztin, Zollbeamter und Fischer stehen im Türrahmen und betrachten die Szene.
„Sind die anderen versorgt?“ stellt der Fischer in den Raum ohne jemanden anzusehen.
Die Ärztin: „Ja, die leichteren Fälle sind bei Familien, die anderen im Krankenhaus. Es werden alle überleben.“
Der Zollbeamte: „Ein Flüchtling zu Weihnachten. Wie heißt denn dieses unerwartete Geschenk?“
„Hope“, murmelt Maria.

von André, Jonas, Laura und Dennis (E-Kurs Deutsch Klasse 9, Jg 2009/2010)

Zuletzt aktualisiert am 20.12.2009